ZURÜCK

 

Tour de Natur-und alle zwei Kilometer eine Mühle

Neuer Rad- und Wanderweg führt durch das idyllische Glemstal - Erstes Projekt der Arbeitsgemeinschaft "Grünes Strohgäu''

LUDWIGSBURG. Er ist preisgekrönt, der Rad- und Wanderweg durch das Glemstal. Die Strecke, die durch die Landkreise Böblingen und Ludwigsburg an 19 Mühlen vorbeiführt, ist nun durchgehend ausgeschildert. Am kommenden Sonntag, 17. Juni, wird sie offiziell eingeweiht.

Von Frank Buchmeier

Die Landesregierung hatte bereits vor einem Monat erklärt, was sie von dem ersten großen Projekt der Arbeitsgemeinschaft "Grünes Strohgäu'' hält. "Förderungswürdig'' befand es das baden-württembergische Umweltministerium und spendierte dem Zusammenschluss aus Städten, Gemeinden und zwei Landkreisen 15000 Mark für den Ausbau des 40 Kilometer langen Glemsmühlenwegs. Asperg, Ditzingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Markgröningen, Schwieberdingen sowie Leonberg (Kreis Böblingen) beteiligten sich an dem im Rahmen der lokalen Agenda initiierten Projekt.

Daneben haben sich zwei Schulen bei der praktischen Umsetzung engagiert. Schüler der baden-württembergischen Akademie für Kommunikation gestalteten eine Wanderkarte sowie die Tafeln, auf denen über die Geschichte der 19 am Weg liegenden Wassermühlen informiert wird. Und die Radweg-AG der Vaihinger Ferdinand-Steinbeis-Schule übernahm die Ausschilderung der rund 40 Kilometer langen Strecke.

Der Glemsmühlenweg führt vom Glemseck über Leonberg, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Hemmingen und Schwieberdingen nach Unterriexingen. Er ist überwiegend asphaltiert, Teilabschnitte verlaufen über einen Schotterweg. Außer bei Talhausen gibt es auf der Strecke keine größere Steigung, sodass er auch für weniger trainierte Radfahrer und Wanderer geeignet ist. Von der Endstation Unterriexingen aus schließt sich der Enztal-Radweg an, im etwa zehn Kilometer entfernten Bietigheim-Bissingen kann der Rückweg per S-Bahn angetreten werden. Unterwegs gibt es mehrere Möglichkeiten, auf den Zug umzusteigen, sodass Radfahrer und Wanderer problemlos ihre eigenen Etappen bestimmen können.

Neben den 19 historischen Mühlen hat das Glemstal eine idyllische Naturlandschaft zu bieten. Der Fluss mäandert über eine Länge von 48 Kilometern durch Keuper und Muschelkalk und ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Der Ludwigsburger Landrat Rainer Haas, dessen Behörde das Projekt koordiniert hat, spricht deshalb von einer "neuen, wichtigen Freizeitattraktion, nicht nur für unseren Landkreis''.

Am kommenden Sonntag, 17. Juni, wird Haas den Glemsmühlenweg bei einer Prominenten-Radtour offiziell einweihen. Wer Lust hat, mit dem Landrat sowie den Bürgermeistern sämtlicher Anliegergemeinden ein zehn Kilometer langes Teilstück gemeinsam abzuradeln, sollte pünktlich um 14 Uhr bei der Fleischmühle zwischen Leonberg und Ditzingen sein. Von dort aus geht es bis zur Stumpenmühle bei Schwieberdingen. An mehreren Mühlen werden an diesem Tag Speisen, Getränke und Führungen angeboten.

Die Karte zum Glemsmühlenweg ist ab sofort kostenlos in allen Rathäusern der Anliegergemeinden erhältlich.