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Protest
Radler gehen auf die Barrikaden

 

Stadt bleibt gelassen
 
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) lenkt seinen Protest nun in offizielle Bahnen und legt Widerspruch gegen die Sperrung der Kreuzungen für den Fahrradverkehr ein. Am heutigen Donnerstagabend gibt ADFC-Landesvorsitzender Thomas Baur das Schriftstück im Rathaus ab. "Mit einiger Ruhe und Gelassenheit", wie es in einer Presseerklärung der Stadt heißt, sieht Ordnungsbürgermeister Jürgen Beck der Klage des ADFC entgegen. "Von einem generellen Radfahrverbot kann keine Rede sein." Bei der Berechnung der Ampelanlagen müssten die Sicherheitsvorschriften streng angewendet werden, und das kostet Zeit. Beck: "Wir können nicht alle zwei Minuten eine viertel Minute Gedenkpause einlegen, wo alle Autofahrer und zum Teil auch Fußgänger warten, aber faktisch nichts passiert." Für sechs Stunden Hauptverkehrszeit kämen acht Kilometer zusätzlicher Stau für nur eine Kreuzung zusammen. Ein Zusammenbruch des Innenstadtverkehrs wäre unweigerlich die Folge.

Der ADFC wirft Oberbürgermeister Wolfgang Schuster vor, auf Kosten der Radfahrer nur an den Kfz-Verkehr und die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen zu denken. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der OB in einem Brief an den Club klargestellt: "Auf den Hauptverkehrsstraßen muss dem öffentlichen Personennahverkehr und dem übrigen motorisierten Verkehr der Vorrang vor anderen Verkehrsarten eingeräumt werden." Der ADFC rechnet mit einer langen Auseinandersetzung. hip