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Mit dem Rad durchs Gäu

LEONBERG - Abseits der Straßen mit dem Rad unterwegs sein und die herrliche Fernsicht genießen: Am Sonntag, 19. Juni, beteiligt sich die Leonberger RadL-Gruppe mit einer Tour am landesweiten "Mobil ohne Auto''-Tag.

Von Christoph Achenbach

Für die RadL-Gruppe der Lokalen Agenda 21 ist die Veranstaltung bereits die dritte RadL-Tour in diesem Jahr. Abseits der Autostraßen machen sich die Radfreunde vom Leonberger Bahnhof, Treffpunkt ist um 9.30 Uhr, in Richtung Renningen auf. Hier besteht am Bahnhof die Möglichkeit, sich der Gruppe anzuschließen.

Entlang des von Alfred Rösner beschriebenen Gäurandwegs fahren die Teilnehmer weiter nach Schafhausen, Dätzingen und Ostelsheim. Die Route führt die Radfahrer über Althengstett und Neuhengstett zum Waldenserstein etwas oberhalb des Ortes. Die Tafel zeigt das Waldenserwappen und die Namen der im Jahre 1699 angesiedelten Familien. Von diesem historischen Hinweis aus geht es hinauf zum Hörnle, einer 587 Meter hohen Erhebung im Muschelkalk. Das Gebiet steht seit 1993 unter Naturschutz.

Etwas tiefer liegt das Knöpfle auf 576 Metern. Von hier aus hat man bei gutem Wetter eine beeindruckende Fernsicht bis nach Leonberg. Auf dem Rückweg nach Leonberg durchquert die Gruppe von Münklingen kommend den Weil der Städter Teilort Merklingen, von wo aus sich die Radler nach Malmsheim aufmachen. Über Silberberg kommt die Gruppe wieder zum Ausgangspunkt, dem Leonberger Bahnhof, zurück. Die handliche Karte "Gäurandweg - Von Leonberg zum Gäurand'' wurde von der Lokalen Agenda 21 und der Stadt Leonberg herausgegeben und von Alfred Rösner verfasst. Darin erfahren die Ausflügler nicht nur, wohin die Route führt, auch auf Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten entlang der rund 60 Kilometer langen Rundstrecke wird der Leser hingewiesen. Rösner charakterisiert die Tour durch das Heckengäu als abwechslungsreich - und durchaus sportlich anspruchsvoll.

Die Räder rollen auf 80 Prozent der Strecke über asphaltierte Wege, der Rest ist geschottert. Daher seien Rennräder auf dieser anspruchsvollen Tour nicht geeignet. "Zwei saftige Steigungen'', hat Rösner eingeplant, "doch dann ist man auch auf einem ebenen Niveau.'' Dies sei immer noch besser als lang gezogene Anstiege.

Wer sein Leistungsvermögen überschätzt hat, kann von Weil der Stadt mit der S-Bahn zurückfahren. Entlang der Strecke finden sich mehrere Möglichkeiten einzukehren.