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Kommunalpolitiker auf Fahrrad unterwegs

LEONBERG - Eine Polit-Tour veranstaltete kürzlich die Lokale-Agenda-21- Gruppe "RadL'' (Radel aktiv durch Leonberg). Ziel der Radtour, die für amtierende und künftige Kommunalpolitiker angeboten wurde, war es, am Beispiel von 15 Punkten in der Kernstadt auf Missstände der Radwege aufmerksam zu machen.

Bei der Radtour wurde nicht nur Kritik geübt, es wurden auch Verbesserungsvorschläge erörtert. Außerdem verdeutlichten die mitradelnde Baubürgermeisterin Inge Horn und ihr Mitarbeiter Erhard Wieland anhand von Karten den derzeitigen Planungsstand. Der Stadtverwaltung liegt seit einiger Zeit ein Radverkehrskonzept vor. Obwohl auftragsgemäß nur die Hauptachsen in der Leonberger Innenstadt betrachtet wurden, kann es eine grundlegende positive sowie nachhaltige Änderung in der Verkehrskultur in Leonberg einläuten und wäre sukzessive auf andere Straßen zu übertragen, meint RadL-Sprecher Stefan Güth.

Das Konzept sieht im Wesentlichen überall dort, wo möglich, Radfahrstreifen auf der jeweiligen Fahrbahn vor. Dadurch werden Fuß- und Radverkehr getrennt. Vorteil der im Vergleich kostengünstigen Radfahrstreifen ist vor allem die erhöhte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Doch "von einem durchgängigen Netz an alltagstauglichen Radverkehrsanlagen ist Leonberg noch weit entfernt'', so Güth. Die anwesenden Vertreter von GABL, SPD und CDU waren sich weit gehend einig, dass in Leonberg mehr für Fahrradfahrer gemacht werden müsse, um die Stadt zukunftsfähig zu machen. Der von RadL als Sofortmaßnahme hervorgehobene Radfahrstreifen in der Römerstraße, zwischen Steinstraße und Neuköllner Platz, könnte ein Anfang sein. Etwas weiter in die Zukunft blickend ist die Überlegung des "Brückenschlags'', die Verbindung der neuen und alten Stadtmitte. Die von der RadL-Gruppe in diesem Zusammenhang gemachten Planungen wurden ebenfalls während der Radtour erörtert: Diese sehen eine kurze Brückenverbindung zwischen Eltinger Fußweg und Oberamteistraße vor. arno