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Immer mehr Radfahrer verunglücken

Stuttgart (dpa) - Auf den Straßen in Baden-Württemberg werden immer mehr Radfahrer bei Unfällen verletzt.

Jeder zehnte tödliche Verkehrsunfall ereignet sich mit dem Fahrrad. Dies geht aus einer der dpa vorliegenden Untersuchung des Statistischen Landesamtes in Stuttgart hervor, die am Dienstag bekannt wurde. Danach wurden 2003 landesweit über 9000 Fahrradunfälle und damit etwa 15 Prozent mehr als im Jahr 1994 gezählt. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Fahrradunfälle, bei denen Menschen getötet oder verletzt wurden, bei etwa 7800. Im selben Zeitraum nahm die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle mit Personenschäden nur um 5,9 Prozent zu.

Die oppositionellen Grünen plädierten angesichts der starken Zunahme der Fahrradunfälle für eine stärkere Förderung der Radwege. "Im Unterschied zum Auto ist beim Fahrrad keine Verbesserung der passiven Sicherheit möglich'', sagte der Landtagsabgeordnete Boris Palmer. Deshalb seien mehr Fahrradwege notwendig, zumal der Fahrradverkehr erfreulicherweise zugenommen habe. "Oft hören die Radwege dort auf, wo es brenzlig wird'', fügte Palmer hinzu.

Da zumeist die Kommunen für die Radwege zuständig seien, müsse das Land dafür sorgen, dass diese leichter Zuschüsse aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bekämen. Auch der baden-württembergische Gemeindetag kritisierte, dass der Eigenanteil der Kommunen bei entsprechenden Vorhaben zu hoch sei. Verkehrsminister Stefan Mappus (CDU) erklärte, in den vergangenen Jahren seien erhebliche Mittel in den Radwegebau geflossen.