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Alter Radweg - neu entdeckt

LEONBERG - Einmal rund um Leonberg mit dem Fahrrad. Bereits in den frühen siebziger Jahren brachten der ehemalige städtische Sportreferent Eberhard Heckeler und Walter Bauer vom RV Schwalbe ihren Mitbürgern die Schönheiten der Großen Kreisstadt im Glemstal nahe.

Von Michael Schmidt

Ein 60 Kilometer langer Rundkurs um die Höhen von Leonberg wurde ausgeschildert, ein Radfahrer mit einem Rucksack ist auf den Schildern als Symbol zu sehen.

Vom Kammerforst, Eltinger Kopf, Glemseck über den Rappenberg zum Gerlinger Bopser. Von dort ins Glemstal hinab und weiter zu den westlichen Höhen der Stadt, wie beispielsweise am Höfinger Waldspielplatz vorbei zum Gebersheimer Sportheim. Über die Felder zwischen Rutesheim und Gebersheim zurück ins Glemstal bei Eltingen. So lautet die Wegbeschreibung für die klassische Rundtour. Im Lauf der Jahre verblichen jedoch die Schilder, einige wurden beschädigt und nicht mehr ersetzt. Außerdem beschrieben die "Pfadfinder'' Heckeler und Bauer liebevoll detailliert die Radtour in einer bebilderten Broschüre. Trotz Fahrradboom Ende der neunziger Jahre und leistungsfähigen Schaltungen, die selbst Anfänger steile Hügel bewältigen lassen, erinnerte sich niemand mehr an die anspruchsvolle, aber schöne "Tour de Leonberg''. Die Gruppe der Lokalen Agenda "Radl aktiv durch Leonberg'' erinnerte sich an den Weg. Sie sprachen mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung, die daraufhin neue Schilder herstellen ließ. Ehrenamtlich nagelten die RadL-Aktiven die Schilder entlang des neuen alten Weges.

Am kommenden Samstag, 14. Juli, führt RadL-Mitglied Carl Friedrich über den Radwanderweg um Leonberg. Treff ist um 10 Uhr am Leonberger Bahnhof. Von der 60 Kilometer langen Strecke kann man jederzeit abkürzen und aussteigen, so die Veranstalter. Der Schwierigkeitsgrad gilt als gemäßigt. Eine Anmeldung ist nicht nötig.