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Sehr geehrte Gemeinderätinnen und -räte,

vor der morgigen GR-Sitzung wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen und Sie auf die Maßnahmenvorschläge im Entwurf des Luftreinhalteplanes ansprechen.Bei der Durchsicht des Entwurfes fällt auf, daß lediglich zwei Maßnahmenarten einen Wirkungsgrad größer bzw. bis zu 10 % aufzeigen:

1. Immisionsabhängige Fahrverbote

2. Dauerhaft verbilligte Nahverkehrstickets

D.h. die Reduzierung des motorisierten Verkehrs ist mit Abstand die effektivste Maßnahme, die es umzusetzen gilt. Für Fahrverbote scheint es derzeit keine rechtliche Grundlage zu geben.

Eine Tunnellösung ist in absehbarer Zeit weder finanzierbar noch wird dadurch die Luft verbessert! Vor dem Hintergrund dieser komplexen Problematik, vor allem kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu finden, bitten wir Sie trotzdem, die Chancen, die in einer verbesserten Infrastruktur für den Rad- und Fußgängerverkehr stecken, nicht zu unterschätzen.

Wir schlagen deshalb vor, daß Sie sich wieder an Ihre 1998 im Generalverkehrsentwicklungsplan gesteckten Ziele erinnern, nämlich Veränderung des Modal Split (60% ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr, 40% MIV).

Viele Maßnahmen im Entwurf zum Luftreinhalteplan, die kleiner als 1% Wirkung zeigen, sollten unserer Meinung nach nicht angegangen werden und dafür das entsprechende Geld in die nachhaltige Entwicklung eines alltagstauglichen Radverkehrsnetzes eingesetzt werden.

Unserer Meinung nach ist es ganz wichtig mit der Umsetzung eines alltagstauglichen Radverkehrsnetzes j e t z t zu beginnen, da der Luftreinhalteplan auch im Zusammenhang mit Stadtentwicklung und Flächennutzungsplan steht.

Mit freundlichen RadL-Grüßen

Irmgard Meurer und Stefan Güth

Sprecher von RadL

Radel aktiv durch Leonberg eine Lokale Agenda Gruppe in Leonberg

siehe auch http://radl.agenda21-leonberg.de