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Stellungnahme der Agenda Gruppe RadL
Leonberg, den 1.Dezember 2014

Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
Grund unseres Schreibens sind die kürzlich veröffentlichten Haushaltsreden.
Einige Fraktionen äußern sich darin kritisch zum Radverkehrskonzept der Stadt.
Die für 2015 geplanten Maßnahmen werden teilweise sowohl finanziell, als auch konzeptionell in
Frage gestellt. Wir möchten Ihnen daher aufzeigen, wie wichtig die Fortführung des begonnenen
Prozesses ist, um den Radverkehr voranzubringen.
Der diesjährige Schwerpunkt der Lokalen Agenda mit dem Thema „Radstadt Leonberg“ hat sehr
viel Werbung für das Fahrradfahren in Leonberg gemacht. Unterstützt von den baulichen
Maßnahmen der Stadt wie z.B. die Radwege an der Römerstraße zeigten, dass die Bürger mehr
Kontakt zum Fahrrad gewonnen haben. Wir sind der Meinung, dass jetzt schon mehr
Verkehrsteilnehmer auf das Fahrrad umgestiegen sind, was man auch an der Anzahl der Fahrräder
vor den Einkaufszentren beobachten konnte.
Dazu haben Sie als Gemeinderat dankenswerterweise mit ihren Beschlüssen beigetragen.
Schon vor Jahren haben Sie den Modalsplit zugunsten des Fahrrads (und auch Fußgänger und
ÖPNV) entschieden, Sie haben beschlossen Leonberg zur „Fahrradfreundlichen Kommune“ zu
machen und zuletzt haben Sie mit Ihrem einstimmigen Beschluss das „Radverkehrskonzept Stadt
Leonberg 2013“ auf den Weg gebracht.
Wie Sie wissen, ist dieses Konzept sehr solide erarbeitet worden,
Die langjährige Bitte von RadL unterstützende Maßnahmen auf den Hauptverkehrsachsen in Form
von Radfahr- oder Schutzstreifen auf der Fahrbahn anzulegen, wird darin ebenfalls von anerkannten
Radverkehrs-Planungsbüros wie Metron und VIA Köln vorgeschlagen. Diese Art der
Radverkehrsführung wird bereits in vielen Kommunen erfolgreich angewandt.
Im Haushalt 2015 sind lediglich 50.000 Euro für den Ausbau des Radwegenetzes veranschlagt. Wir
bitten Sie von dem Gedanken, den Betrag zu kürzen, Abstand zu nehmen, denn nach dem
erfolgreichen Fahrradjahr 2014 wäre es fatal, wenn im Jahr 2015 der Ausbau des Radwegenetzes
stagnieren würde. Die Bevölkerung ist sensibilisiert für das Fahrrad wie noch nie.

Die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes ist keinesfalls ein Luxus, den man sich leistet oder auch
nicht, sondern ein ganz wesentlicher Punkt eine Stadt zukunftsfähig zu machen. Diese
umweltfreundliche Fortbewegung verbessert nicht nur unsere Luft, begnügt sich mit wenig
Parkraum und verursacht kaum Straßenschäden, sondern fördert ganz neben her noch die
Gesundheit unserer Bevölkerung und die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt.
Lassen sie uns mit dem Schlusssatz des Dokuments „..Radverkehrskonzept Stadt Leonberg…“
abschließen:
„Durch die konsequente Umsetzung der ... genannten Maßnahmen lässt sich der Modal-Split zu
Gunsten des Radverkehrs verschieben und das Fahrradklima in Leonberg weiter verbessern“.
Mit freundlichen Grüßen
Agenda Gruppe RadL
Irmgard Meurer (Sprecherin)
Reinhard Siegfarth (stv.Sprecher)